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Bergtour auf den Olperer

Naturfreunde-Obmann Hubert Riedl plante schon seit längerem eine Bergtour auf den Olperer

 

Am Mittwoch, 30.08.2017 starteten Gerhard aus Völs und Hubert aus Axams zur geplanten Bergtour auf den Olperer. Von der Touristenrast in Innervals aus ging es zu Fuß auf die Geraer Hütte. (2,5 Stunden - 2326 m).

Dort genossen wir das ausgezeichnete Abendessen und die tolle Aussicht auf die umliegenden Berge bei schönem Abendrot. Nach einer ruhigen Nacht starteten wir nach einem sehr guten Frühstück in Richtung Olperer (06.15 Uhr). Zuerst ging es durch grüne Bergwiesen an staunenden Kühen vorbei an einem glasklaren Bergsee.

Dann wurde es sehr steinig. Durch unzählige Granit- und Gneisblöcke passierten wir noch einige Steinmandln, bis wir dann zum Gletscher kamen. Nach Anziehen unserer Kletterausrüstung bzw. Steigeisen stiegen wir dann in einer Zweierseilschaft

über den Olperer Ferner, der sich als steil und vor allem extrem eisig präsentierte.

Nach Umgehung vieler schöner, teilweise sehr großer Gletscherspalten kamen wir auf der Wildlahner Scharte (3220m) an. Dort gönnten wir uns einige Zeit zum Fotografieren der beeindruckenden umliegenden Bergwelt, zum Blick hinunter auf das Gletscherschigebiet des Hintertuxer Gletschers, wo einige Schifahrer und Snowboarder ihre Schwünge in den Gletscherschneematsch setzten.

Beim letzten Aufstieg entschieden wir uns für die Eisvariante, wo wir wiederum äußerst konzentriert das über 40 Grad steile Eisfeld - die Schlüsselstelle des Olperers - bewältigten. Nach Umgehung einiger kleinerer Spalten stiegen wir in den letzten, mit Felsen durchsetzten Abschnitt ein. Dieser verlangte uns noch alles ab, da noch Nebel aufzog. Um 11.10 Uhr erreichten wir den Gipfel (3476 m), wo sich der Nebel etwas lichtete. Nach einigen Gipfelfotos und einem Eintrag ins Gipfelbuch starteten wir den Abstieg auf gleicher Route wie den Aufstieg.

Nach dem felsigen Teil stiegen wir wieder ins Eisfeld ein. Durch eine Unkonzentriertheit gerieten wir in eine äußerst kritische Situation. Gott sei Dank ist dieser Unfall glimpflich ausgegangen...

Weiters führte uns der Abstieg durch einige Eisfelder, viele Granitblöcke, immer wieder zu sehende und zu hörende Felsabstürze. Vorbei am Bergsee ging es dann - gezeichnet von einigen Blessuren wie Prellungen, Abschürfungen, Schnittwunden... - hinunter zur Geraer Hütte. Um 17.30 Uhr angekommen, gönnten wir uns noch Kaffee und Kuchen. Nach dem Umpacken unserer Rucksäcke starteten wir um 18.00 Uhr den letzten Abschnitt - den Abschnitt zur Touristenrast in Innervals.

Nach 2,5-stündigem Marsch über endlos lange Schleifen, Gewitter und Starkregen erreichten wir völlig durchnässt die Touristenrast.

Alles in allem kann man diese Tour auf Grund der heurigen schwierigen Bedingungen (extreme Eisverhältnisse, völlig nicht verhersehbare Felsstürze,...) nicht empfehlen und alle Bergtourengeher nur warnen, äußerst vorsichtig, konzentriert und nur bestens ausgerüstet vorzugehen.

 

Berg Frei!                               Gerhard und Hubert

 

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