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Schitouren Gleirschtal, Pforzheimer Hütte

Am 13. Feber 2018 brachen Hubert, Bernhard und ich (Simon) zu einer zweitägigen Schitour im Gleirschtal auf. Die 20 Zentimeter Neuschnee versprachen tolle Pulverabfahrten, die prognostizierten -18 Grad auf 3000m Höhe auch eisige Kälte.

Wir fuhren nach St. Sigmund im Sellraintal und stiegen bei bereits blauem Himmel über die Gleirschalm auf die Pforzheimer Hütte (2310m) auf. Der Talwind verstärkte das Kälteempfinden, sodass wir die ersten Sonnenstrahlen bei der Materialseilbahn-Talstation wirklich zu schätzen wussten. Bei einer warmen Suppe auf der Pforzheimer Hütte entschieden wir uns, auf den 2829m hohen Samerschlag (Schartlkopf) zu gehen. Uns faszinierte insbesondere die einzige Spur in der Nordostflanke.

Gegen 13:30 Uhr erreichten wir den Gipfel. In der Sonne und ohne Wind genossen wir das Bergpanorama im winterlichen Gleirschtal fast eine Stunde lang. Die Abfahrt bescherte uns traumhafte, noch fast unverspurte Pulverhänge mit 20cm Neuschnee über 800hm. Weil es so schön war, fuhren wir bis ins Gleirschtal zur Materialseilbahn hinunter und ich stieg am gegenüberliegenden Hang noch 300hm im Licht der langsam hinter den Bergen verschwindenden Sonne hinauf. Am späteren Nachmittag erreichten wir wieder die Hütte.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, versammelten wir uns im Gastraum und genossen das Abendmenü: Nudelsuppe, Wiener Schnitzel und Schokoladenmousse. Während und nach dem Essen führten wir ein nettes Gespräch mit den zwei Sportstudenten Steffi und Felix. Die draußen eisige Nacht (-20 Grad) im kühlen Zimmer verbrachten wir unter drei Decken bzw. in Schimontur mit Handschuhen und Kappe.

Nach einem üppigen Frühstück verließen wir die Hütte bei strahlend blauem Himmel und -10 Grad in Richtung Süden und Gleirscher Ferner. Nach einer Stunde Gehzeit zweigten wir rechts ab und stiegen auf die Hintere Sonnenwand (3106m). Im unteren Bereich wehte unangenehm lebhafter Wind und wehte beinahe die erst kurz vorher gespurte Aufstiegsspur zu. Oben war es fast windstill, sodass wir in Ruhe das Panorama und unseren Tee genießen konnten. Bei der Abfahrt zeigte sich das Wirken des Windes: wir fuhren durch teilweise kniehohen Schnee.

Wieder zur der Pforzheimer Hütte zurückgekehrt, ließen wir die beiden traumhaften Schitage bei einem Bier und einer Suppe Revue passieren. Schlussendlich kehrten wir über das Gleirschtal und die Gleirschalm nach St. Sigmund zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Blick vom Samerschlag auf das Gleirschtal mit Pforzheimer Hütte
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